tbs berlin GmbH Unternehmensberatung

Fachtag BEM - Beiträge und Ergebnisse

zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement mit Teilhabeleistungen des SGB IX

am 05. Dezember 2013 in Berlin

 

Fachveranstaltung für Betriebs-/Personalräte/MAV/ Schwerbe­hinderten­vertretungen, Arbeitgeber/-vertreter, Mitarbeiter/-innen von Servicestellen und Integrationsämtern/-fachdiensten

nach § 37 (6) BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, § 19 Abs. 3 MVG, § 23 Abs. 1 MAVO, entsprechenden Regelungen des LPersVG sowie § 96 (4) und (8) SGB IX.

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Das BEM ist eine gesetzliche Aufgabe des Arbeitgebers. Nach § 84 (2) SGB IX sind bei der Suche nach  BEM-Maßnah­men mit den Betroffenen die Teilhabeleistungen zu berücksichtigen, die das SGB IX zur Prävention und zum Erhalt des Arbeitplatzes für langzeiterkrankte Beschäf­tigte vorsieht. 

In der Praxis geschieht dies aber noch zu selten. Dabei geht es zum Beispiel um Arbeitgeberzuschüsse oder Qualifizierungs­maß­nah­men zur Wiedereingliederung. Arbeitgeber aber auch Beschäftigtenvertretungen sind zum Handeln aufgefordert.

Vorträge zum Download
Hauptreferat: BEM und Teilhabeleistungen; Hr. Dr. Fuchs
Unterstützung am Beispiel der Unfallkasse Berlin; Hr. Spolp
Unterstützung am Beispiel des IFD Berlin Mitte; Hr. Dreher
Praxisforum1: BEM-Verfahren und -Team mit BV/DV; Hr. Jungen-Kalisch; tbs berlin
Praxisforum 2:Teilhabeleistungen umsetzen; Hr. Breddin, Hr. Dowidat; DRV

Ergebnisse des Fachtags und Ausblick

Ein Teil der Betriebe und Dienststellen verfügt inzwischen über ein gut entwickeltes BEM-Verfahren, das die Akzeptanz der Beschäftigten findet und zu hilfreichen BEM-Maßnahmen führt. Bei einem anderen Teil der Betriebe und Dienststellen stehen nach wie vor Krankenrückkehrgespräche mit drohender krankheitsbedingter Kündigung statt ein freiwilliges, datengeschütztes und mit den Betroffenen komtetent durchgeführtes BEM im Vordergrund. Vor allem in diesen Betrieben sind gute BEM-Regelungen und Betriebs-/Dienstvereinbarungen nach wie vor dringend erforderlich.

Der Fachtag BEM hat gezeigt, wie umfangreich und komplex Teilhabeleistungen sein können. BEM-Teams und betroffene Beschäftigte sind daher aufgefordert, die Angebote und das Wissen der Reha-Servicestellen, der Integrationsämter bzw. der Integrationsfachdienste rechtzeitig zu nutzen.

Aufgrund vielfältiger gesundheitlicher Belastungen bei der Arbeit, erhöhter Krankenstände und der demografischen Entwicklung in vielen Betrieben und Dienststellen ist der Handlungsbedarf groß, mit dem BEM für individuelle Hilfe zum Erhalt der Gesundheit und des Arbeitsplatzes zu sorgen. Das BEM wird neben Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung als ein zentraler und ausbauwürdiger Baustein der Prävention angesehen. Mit dem BEM verbunden wird auch die Chance zur Förderung einer gesundheitsgerechteren Arbeitskultur.

Wir haben viele positive Rückmeldungen von den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Bereichen der Beschäftigtenvertretungen, der Personalleitungen und der verschiedenen Beratungsdienste bekommen. Bei allen Referentinnen, Referenten sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern möchten wir uns für ihre Vorträge und Diskussionsbeiträge herzlich bedanken.