tbs berlin GmbH Unternehmensberatung

Exemplarische Cluster-Analyse für ein Kompetenzfeld Berliner Wasser

Gefördert durch die Hans Böckler Stiftung

Forschungsschwerpunkt: Strukturwandel - Innovationen und Beschäftigung

Laufzeit:8/2010-9/201

siehe: http://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=S-2010-395-1%20F&chunk=1

 

Projektbeschreibung:

Projektziel:

Die Infrastruktur zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie erfordern Investitionen und qualifizierte Fachkräfte. Die exemplarische Clusteranalyse `Wasserwirtschaft` Berlin soll vorhandene Potenziale und Hindernisse für die Sicherung von Arbeitsplätzen, Ausbildung und für neue Arbeit in diesem Bereich des "Ökologischen Bauens" sichtbar machen.

Veröffentlichungen:

Jungen-Kalisch, Wolfgang; Paust-Lassen, Pia: Ergebnisse der exemplarischen Clusteranalyse im Wirtschaftssektor Wasser Berlin. Abschlussbericht.- Berlin, Oktober 2011.- 51 S.

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1. Kontext

Der Teil des Berliner Bauhauptgewerbes, der im Sektor der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung tätig ist, hat mit seinen schätzungsweise 5000 Beschäftigten für die Stadt industriepolitische Bedeutung. Die Abhängigkeit dieser Betriebe von der Auftragsvergabe der Berliner Wasserbetriebe und der öffentlichen Hand ist groß und beeinflusst deren Investitionsentscheidungen sowie die Anzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

Wie die hohen ökologischen Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie durch die regionale Wasserwirtschaft erfüllt werden können, ist nicht nur in Berlin eine aktuelle Herausforderung.

Jenseits der Diskussion von Wasserpreisen, Privatisierungsverträgen bzw. privater oder öffentlicher

Organisationsstruktur soll hier der Fokus auf die regionalen Entwicklungschancen der Betriebe und deren Beschäftigten durch eine exemplarische Befragungen gelenkt werden.

 

2. Fragestellung

- Wie ist das Unternehmenscluster Wasser in Berlin aufgestellt?

- Welche industriepolitischen Aufgaben lassen sich für Gewerkschaften, Bau-Unternehmensverbände und politisch Verantwortliche für den Wirtschaftssektor "Wasser" identifizieren?

 

3. Untersuchungsmethoden

Anhand von Befragungen (qualitative Interviews) in 12 ausgewählten Baubetrieben und Dienstleistungsunternehmen, die im Bereich des ökologischen Bauens im Wassersektor in Berlin tätig sind, wurden Basisdaten des Unternehmensclusters gewonnen und aufbereitet bzw. das Kompetenzfeld exemplarisch skizziert. Dazu gehören z. B. Betriebstypen und -größen, Umsatzentwicklungen, Investitionen, Anzahl und Qualifikation der Beschäftigten, zukünftiger Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarf, Investitionshemmnisse, technische Entwicklungen.

 

4. Darstellung der Ergebnisse

Mit schätzungsweise 15.500 Beschäftigten besteht ein Unternehmenscluster "Wasser" in Berlin mit industriepolitischer Bedeutung. Nahezu alle industriellen und handwerklichen Bau- und Dienstleistungen der Wasserver- und Entsorgung werden auf hohem Niveau abdeckt. Seine Potenziale werden aber aufgrund einer unzureichenden Vernetzung zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Beschäftigung bisher in zu geringem Maße genutzt.

Viele Unternehmen sind von der Investitionspolitik des Landes abhängig. Hemmnisse bei der Investitionsplanung/-umsetzung, Grenzen ihrer Innovationsfähigkeit und Probleme der Fachkräftesicherung sind sichtbar. Gleichzeitig steigen die infrastrukturellen, ökologischen und energetischen Investitionsanforderungen, die nur durch ein effektiv vernetztes Wassercluster realisiert werden können.

Mit dem Aufbau eines daran orientierten "Kompetenzfeldes Wasser Berlin" aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Forschung, Politik und Berliner Wasserbetrieben könnten langfristig Stadtentwicklung, Wirtschaft und Beschäftigung gefördert werden. Dies sollte ein gemeinsames Ziel der Berliner Politik und der Sozialpartner der Bauwirtschaft sein.